> Mittendrin!
> MarenEmde
MarenEmde@web.de
www.paradiesprojekt.com

Wer dieses Stück aus gewohnter Kritiker-Perspektive betrachten will - brav auf seinem Stühlchen in sicherer Distanz zum Geschehen - der ist nicht drin, bleibt außen vor. Und das ist schade. Denn viel lustiger und schöner ist es "mittendrin"! Helena Waldmann und Freunde zaubern einen Raum, der vom Mitmachen lebt. Die Hürde ist für die einen niedrig, für die anderen hoch: Soll ich mich auf die Einladung einlassen? Mich öffnen? Mich hingeben? Mich von den Rhythmen der Trommeln des Schafsmannes leiten lassen? Aus voller Kehle mitsingen, wenn der Bär französische Lieder anstimmt? In einem Augenblick war ich Zuschauerin, bewunderte die die Frau im Mauskostüm bei ihrem Tanz mit dem Messer, im nächsten Augenblick drehte ich mich selbst in der Mitte wie ein wilder Derwisch. Emdlich mal wieder lebendig gefühlt, geschnaubt, gestampft, getanzt, geschwitzt. Das ist für mich Kunst, Kunst, die anmacht. Danke schön.



> blödsinn...
> christian golusda
www.christian-golusda.de

...und noc nicht mal höherer....wahrscheinlich macht das jeder animateur im ferienclub besser...danke nein



> entzückt und entzündet
> Hein Peter
Liebe Frau Waldmann,

ich habe Sie und die anderen GastgeberInnen mit großer Begeisterung beim 'feierabend!- das gegengift' in Düsseldorf am 08.03. erlebt.

Ich war/ bin jedenfalls vom Konzept 'entzückt und entzündet' und auch von Ihrer aller großartigen Mitwirkung, Ihrem tollen Engagement.

Ich sprach auch mit Ihnen, Frau Waldmann noch am gleichen Abend kurz über das Fest und Feste insgesamt und das ich seit über 25 Jahren mit großem Vergnügen und tiefer Befriedigung verschiedene Arten von 'Festen der Seele, des Herzens und des Körpers' gestalte, allerdings nicht im Theater, sondern auf der Lebensbühne, im Rahmen der individuellen und auch gemeinschaftlichen Selbsterfahrung/ Therapie.

Nachdem ja jede Erfahrung dabei immer nur durch sich selbst gestaltet wird und 'nie mehr dabei heraus kommt, als Mann/ Frau hineinsteckt' und außerdem immer gute Bedingungen wie eine Feststruktur und ihre Elemente (Musik, Tanz, Wechsel der Energien und Abläufe) usw. gestaltet werden müssen, kam mir vieles gleich bei 'feierabend!- das gegengift' -im Prinzip- organisch richtig und sehr vertraut vor.

Auch das Buch von Arnd Wesemann 'Immer Feste tanzen' bestätigt und bestärkt diesen meinen Eindruck und bereichert mich darüber hinaus mit wichtigen Erkenntnissen und
Hintergründen, die ich noch nicht kannte, weil ich die Feste mehr intuitiv und psychologisch und nicht auch auf der Grundlage ethnologischer Studien und sonstiger systematischer Forschung entwickelt habe.

Mit freundlichen Grüßen
Heinz Peter



> Theoriesoße?
> Birgid D.

Was für eine Theoriesoße? Und wozu? Die Menschen schauen sich doch kaum noch in die Augen, sie machen immer mehr zu. Wie soll man da noch erwarten, dass sie miteinander tanzen?



> Ringelpiez
> Peter Laudenbach

Ringelpiez mit Theoriesoße.



> Zu Gast bei Nomaden
> Ricarda

Was war das? Ein Abend, an den man auch danach noch ein paar Gedanken verschwendet, sich fragt, was war das? War es nicht das, worüber wir nach einer Reise in exotische Länder so schwärmen: "diese Ursprünglichkeit, die man bei uns ja nicht mehr findet, und wie gastfreundlich die zu uns waren, haben uns eingeladen, mit Ihnen zu essen, zu trinken, zu tanzen, es wurde eigens ein Schaf geschlachtet für uns und wir durften sogar an archaischen Ritualen teilnehmen".
Aber wir waren ja gar nicht weg, die Nomaden haben Ihr Festzelt auf unserer heimischen Bühne aufgeschlagen und so daheim scheint es manchem wohl recht befremdlich, sich von seiner ursprünglichen Seite zu zeigen. Da waren die Masken willkommen, sich zu verfremden, sich zu bergen - bis die Masken dann selbst geborgen wurden, dann ging es auch ohne.
Was war das? Eine Antwort auf eine tiefe Sehnsucht nach etwas verloren gegangenem in unserer Kultur.
Was war das? Das Geschenk, nicht nur als Konsument = Publikum an einem kulturellen Ereignis teilzuhaben. Endlich mal mitspielen dürfen - auch ohne geniale Begabungen.
Was es nicht war: kreativ sein. Kreativ waren die Gastgeber, wir durften den Feierabend geniessen, so aktiv oder passiv wie es uns genehm war. Danke auch dafür, (uns) nicht produzieren zu müssen. Nicht jeder ist schliesslich ein erfahrener Trancetänzer.
Was es für mich war: eine liebenswerte Zumutung, ein Willkommensein, auch wenn ich die Frage "Hast du Mut" mit einem skeptischen "geht so" beantwortet habe und kein Löwe war, nur eine kleine Maus.
Herzlichen Dank an die Gastgeber!



> kommentar zum Beitrag der NRZ am 10.3.2008
> Nadine Salomon, am 12.03.2008

Schade, diesem Zuschauer ist wohl einiges an Erlebnissen entgangen! Die Verantwortung dafür ist allerdings eher bei ihm selbst als bei den Künstlern zu suchen, die nur einen Raum öffnen.
Füllen muss der Zuschauer ihn selbst. Dass das einige Leute anscheinend überfordert ist nicht verwunderlich, wird man doch meistens eher zum passiven konsumieren angehalten als seine
eigene Kreativität zu nutzen. Ich war an einem anderen Abend da und habe es sehr genossen. Vielleicht hilft es diesem Zuschauer auch, eine naivere, kindlichere Art die Dinge zubetrachten,
zu entwickeln. Die Welt wieder mehr zu entdecken und nicht bewertend am Rand zu stehen, so dass er schließlich halb enttäuscht und betrogen um derartige Erlebnisse nach Hause geht.
Für mich war dieser Abend außergewöhnlich befreiend und spannend. Ich hatte komischerweise sehr selten das Gefühl, durch den Abend geführt zu werden und war zum Schluss sogar
etwas traurig, in eine normale Partylocation überwechseln zu müssen, wo völlig verraucht und besoffen irgendwelche maskierten Menschen steif und verklemmt zu oberflächlicher
Elektronikmusik "tanzten" und ich das Gefühl hatte, sie zwingen sich mehr ins Leben und erfüllen den Freizeitdruck, als dass sie tatsächlich Spaß haben und Feiabend machen.
Fazit: Diese Veranstaltung bietet seltenen Erlebnisraum, der nur naiv entdeckend und spielerisch erobert werden kann. Der Preis dafür ist nicht die Eintrittskarte, sondern den Mut und das
Selbstvertrauen, die eigenen Hüllen fallen zu lassen. Belohnt wird das ganze mit der Erfahrung, sich selbst etwas näher gekommen zu sein und seine kreativen Fähigkeiten umfassender
genutzt zu haben. Dafür muss man keine Schauspielerin sein, das kann jeder Mensch!



> feierabend
> Heike

ich hatte ein schönes Fest und überraschend viel Spaß, vor allem weil meine Löwenbändigerin eine sehr symmpathische und offene Stimmung in der Gruppe geschaffen hat. Ich habe sehr laut und sehr falsch gesungen.
Theater unter dem Aspekt des Feierns zu erleben, lässt Vermutungen aufsteigen, wie wohl in manchen Kulturen und vergangenen Zeiten Bewegung, Musik und darstellerische Rituale (und natürlich Alkohol) zu einem verführerischen Spiel zusammengeführt wurden. Die Gastgeber waren großartig... der zweite Teil (nach dem fantastischen Trommelsolo) fand ich etwas lang... aber das Feuer und die Hoffnung auf erfüllte Wünsche entlässt einen in beschwingter Stimmung.



> „feierabend!"
> Gizella Hartmann

Liebe Helena Waldmann,
ich habe gestern am 8.3. an der Performance „feierabend!“ im Tanzhaus NRW „teilgenommen“ und ich bin schwer beeindruckt von der Dichte der „Inszenierung“ und von der Poesie, die das Ganze hat, von den subtilen Mitteln und dem Eindruck, dass die Welt doch vollständig ist. Katharsis
irgendwie auf fantastische Weise.
Dir und Deinem tollen Team sehr viel Glück und Erfolg bei hoffentlich sehr vielen weiteren Festen.
Herzlichen Gruß aus Düsseldorf.



> Gratulationen
> Yaneth Leng

Sehr geehrte Frau Waldmann, ich möchte Sie persönlich gratulieren für diese hervorragenden Theater Stück. Ich komme aus Venezuela und bin in der letzte Jahr in der Erzieher Ausbildung bei der Hoffbauer Stiftung. Für meine Praktische Prüfung wollte ich von Anfang an, ein Fest vorbereiten in den die Gäste selber die Süramerikanische Festen mitgestalten könnten. Ihre wunderschöne Inszenierung hat mir Anregungen gegeben für mein kleines Projekt. Ich habe in Ihren Theater viele von meine Gefühle und Emotionen wieder erkannt. Mit freundlichen Grüße.



> Danke!
> Yasmin + Farhad

Liebe Helena Waldmann, wir fanden es hervorragend, dass sich Künstler auf den Weg gemacht haben, den Menschen das, was sie eigentlich wollen und brauchen zu geben: Genuss, Neugier, Ursprung, Ekstase, Entzücken, Laute, Bewegung, Nähe, Gemeinschaft, Blut, Rausch ... Die Inszenierung hat uns so sehr begeistert, dass wir alle unsere Freunde im Rheinland und Raum Frankfurt aufgefordert haben, endlich "Feierabend" zu machen. Im Zusammenhang mit feierabend! fallen uns viele Begriffe ein: Anteilnahme, Unmittelbarkeit, Intensität, Freude, Melancholie (ja, Melancholie), kollektives Erleben, Katharsis, Vergessen ... Es macht den Beteiligten den gewohnten Alltag bewusst. Besser gesagt, es schärft den Blick für das, was man im Alltag vergisst, was man eigentlich vedrloren hat. Keith Johnstone sagt im Zusammenhang zu seinem Theatersport, dass ihm viele Jahre etwas gefehlt habe, etwas Essentielles. Und erst durch den Theatersport habe er das Verlorene gefunden: Es sei seine Kindheit gewesen, die er nach langer Zeit wieder fand und nicht mehr aus der Hand geben wollte. Uns und vielen anderen Menschen geht es genauso: uns fehlt die Kindheit, das kindliche, urteilsfreie, unbekümmerte Erleben. Etwas, was uns weit über die Grenzen des Alltages hinausträgt. Und das haben wir bei euch erlebt. Eine tolle Absicht. Danke!



> Rechnung
> Phillip Weiß

Liebe Helena Waldmann, Sie hatten neulich zum Feierabend auf ein Fest in die Sophiensaele geladen; eine Einladung, der ich am 29.02. folgte, um enttäuscht fest zu stellen, dass ich nicht auf einer Party, sondern einem als Feier verkleideten Theaterabend landete. Mehr noch; statt den verdienten Feierabend genießen und das Recht auf Faulheit ;ausleben zu können, wurde ich als eine Art Mitmach-Zuschauer zur Arbeit verpflichtet, wo doch die Freiheit triumphieren sollte. Schade um den verschenkten Abend, man muss wohl vorher genau hinsehen, bevor man sich zum Affen macht. Für diese Tätigkeit möchte ich Ihnen nun 10 EUR in Rechnung stellen. Bitte überweisen Sie den Betrag auf mein Konto mit der Nummer 1956186034 bei der Berliner Sparkasse (100 500 00).



> la vie en rose
> der Bär

Quand il me prend dans ses bras qu´il me parle tout bas je vois la vie en rose. Il me dit des mots d´amour des mots de tous les jours et ca m´fait quelque chose. Il est entré dans mon coeur une part de bonheur dont je connais la cause. C´est lui pour moi, moi pour lui dans la vie, il me l´a dit, l´a juré pour la vie. Et dés que je l´apercois alors je sens en moi mon coeur qui bat lalalalalalalala... Auf diesem Weg, ein grossen Dank an alle meine Bären für eure Unterstützung! Eure Claude



> feierabend!
> edda k.

liebe helena waldmann, was soll ich sagen? gestern in ihrem stück gewesen - feierabend! - in den berliner sophiensälen. ich habe mich in eine wölfin verwandelt, gekocht, gegessen und getrunken, gelacht, gestaunt und mich an den phantastischen tanzeinlagen sattgesehen, getanzt bis zur erschöpfung, gesungen so laut es ging, mich gedreht bis in die besinnungslosigkeit und einiges mehr. es war der bewegendste theaterabend in so mancherlei hinsicht seit langem und so konnt ich nicht umhin, ihnen das kurz zu schreiben und danke zu sagen. es war wundervoll!



> Die Veranstaltung war eine Zumutung!
> Fritzi B.

Liebe Veranstalter im Mousonturm, als großer Fan Ihrer Veranstaltungen ärgere ich mich im Nachhinein noch über mich selbst, nicht nach 45 Minuten an die Kasse gegangen zu sein, um mein Eintrittsgeld zurückzuverlangen. Die Veranstaltung war eine Zumutung! Ich bin wahrlich offen für offenes Theater, aber daß ich das ganze selbst in die Hand nehmen soll und von drittklassigen "Schauspielern" betreut werde, die die Aktiven erst mal mit Alkohol in Stimmung bringen müssen....nee,das war zuviel. Wenn ich Tanzen will, gehe ich in die Disko! Ü 30, Ü 40 etc. Veranstaltungen gibt es genug. Es hat mich und meinen Mann viel "good wil"l gekostet, uns die Stimmung an dem Abend nicht vermiesen zu lassen. Mein Mann hat mich netterweise zum Essen eingeladen, denn wenn ich überlege, wofür ich 32,80 EUR ausgegeben habe, ich hätte sie lieber gemeinnützig gespendet. Ich musste jetzt mal meinem Ärger Luft machen und freue mich auf Ihre Antwort.